2015 – Erzieher

Die „Mission“ Erzieherausbildung zu einem gelungenen Abschluss gebracht: das sind die staatlich anerkannten Erzieher, die an der Adolf-Reichwein-Schule im Rahmen einer Feierstunde verabschiedet wurden.    Foto: Fotostudio Sascha Braun

Limburg-Weilburg. Erstmals in der fast 40-jährigen Erzieherausbildung an der Limburger Adolf-Reichwein-Schule wurde für die frisch gebackenen staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher eine Verabschiedungsfeier organisiert, bei der die Absolventen für ihre Verdienste beglückwünscht wurden. Damit, so Schulleiter Ralf Abel, „möchten wir als Schule ein Zeichen setzen und die Wertschätzung für Ihren Abschluss und ihre Ausbildung untermauern.“ Was vor rund fünf Jahren mit der Sozialassistenz begann, sei nun mit dem Abschluss des Anerkennungsjahres erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Erziehung als zentraler gesellschaftlicher Prozess und Auftrag werde in der heutigen Zeit zunehmend wichtiger, so Abel weiter. Gerade auch, weil große gesellschaftliche Veränderungen mit den Flüchtlingskindern anstehen, die nach Deutschland gekommen sind und Schutz suchen. Das was gestern noch galt, ist heute schon vergessen und morgen überholt, sagte Abel, der „erzieherische Antworten auf gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen“ forderte. Die frisch gebackenen Erzieherinnen und Erzieher forderte er dazu auf, mit den anstehenden Herausforderungen positiv umzugehen: „Neue Situationen und Herausforderungen bieten auch neue Chancen.“ Im Verlauf der Erzieherausbildung haben die Absolventen zudem vielfältige fachliche Kompetenzen erworben, zahlreiche Projekte durchgeführt und im Anerkennungsjahr viele Ideen erfolgreich umgesetzt.

Thomas Höltgen hob im Namen des Kollegiums der Fachschule für Sozialpädagogik hervor, dass der Fokus im Rahmen der Ausbildung noch stärker im Elementarbereich auf die frühkindliche Bildung gelegt wurde. Die Absolventen stehen damit gemeinsam mit den Eltern an erster Stelle, wenn es darum geht, frühkindliche Bildung im Alter von null bis sechs Jahren zu ermöglichen. Diese Alter sei das „zentrale Alter für den Zugang zum Lernen sowie die Freude daran“, so Höltgen. An die Absolventen richtete Höltgen den Wunsch, im Berufsleben stets den Blick auf die Kinder zu richten und selbst neugierig zu bleiben. Die Ausbildung zum Erzieher habe dafür eine gute Basis gelegt.

 

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