2011 – Heilerziehungspfleger

Diese 19 Studierenden der Fachschule für Heilerziehungspflege an der Adolf-Reichwein-Schule haben im Rahmen einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse bekommen.   Foto: Fotostudio Sascha Braun

Von Sascha Braun

Limburg. „Sie haben sich bewusst für die Arbeit mit Behinderten entschieden, für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger, für eine Arbeit mit dem Anderssein“, sagte Ralf Abel, Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule, als er nun 19 junge Damen und Herren verabschiedete, die an der Fachschule für Heilerziehungspflege ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben. Nun erhielten sie ihre Abschlusszeugnisse im Rahmen einer akademischen Feierstunde. Abel hob die Bedeutung hervor, die Heilerziehungspfleger in der heutigen Zeit haben – und künftig noch bekommen werden: „Viele Menschen brauchen ihre Hilfe. Sie sind angewiesen auf die Unterstützung in den Wohnheimen, den Werkstätten und benötigen Hilfe bei der alltäglichen Lebensführung.“ Abel appellierte an die jungen Damen und Herren, das „Anderssein der anderen auch als Bereicherung des eigenen Seins zu begreifen“.

Die Studierenden der Fachschule Heilerziehungspflege haben, wie Theo Schäfer, Leiter der sozialpädagogischen Abteilung, betonte, zwei sehr anstrengende Jahre hinter sich, in denen sie Schule und Praxis miteinander verbinden mussten und stark gefordert waren. Mit Erfolg: viele haben schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Wie Schäfer weiter sagte, werden Heilerziehungspfleger dringend gebraucht. Allein in Deutschland leben 9,6 Millionen Menschen mit Behinderungen. Die Fähigkeiten der Heilerziehungspfleger seien sehr gefragt und sie werden nicht nur in den Wohnheimen der Lebenshilfe, um nur ein Beispiel zu nennen, arbeiten, sondern auch in Kindergärten, Schulen, in Krankenhäusern und Altenheimen.

 

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